Unser Schulblog - Von SchülerInnen für SchülerInnen
2025-11-18
Mediensucht bei Jugendlichen - ein Selbstversuch
Immer mehr Jugendliche verbringen täglich viele Stunden am Handy – vor allem in sozialen Netzwerken wie TikTok, Instagram oder Snapchat. Doch bei manchen wird die Nutzung zum Problem: Sie können kaum noch abschalten, denken ständig ans Handy und werden nervös oder gereizt, wenn sie es nicht benutzen dürfen. Das nennt man Mediensucht oder Social-Media-Sucht.
Typische Anzeichen sind Schlafprobleme, schlechte Konzentration, Vernachlässigung von Schule, Hobbys oder Freunden im echten Leben. Auch die Angst, etwas online zu verpassen („FOMO“), spielt eine große Rolle.
Wichtig ist, das Problem früh zu erkennen. Feste Regeln, handyfreie Zeiten und echte Aktivitäten ohne Bildschirm können helfen. Wenn Jugendliche merken, dass sie abhängig sind, sollten sie mit Eltern oder Vertrauenspersonen sprechen – manchmal ist auch professionelle Hilfe notwendig.
Vor dem Selbstversuch:
Eigentlich wollte ich schon letzte Woche einen Selbstversuch wagen. 36 h keine Social Media Kanäle, auf meinem Handy wären also die Apps Instagram, TikTok und Snapchat eineinhalb Tage für mich gesperrt.
Zugegeben, ich habe es nicht geschafft.
Das lag daran: Ich glaube, ich bin abhängig. Es mich also abhängig machen kann. Ich sehe das ja auch bei anderen. Jede freie Sekunde gucken wir auf unser Handy und scrollen durch den Feed. Ob meine Abhängigkeit aufhört, wenn ich den Bildschirm schwarz-weiß stelle? Weil ich dann die schönen bunten Farben nicht mehr sehe …
Da war ich dann also eh schon am Handy und konnte ganz schnell auf die Apps meiner Social Media drücken. Und schon war ich wieder drin. Obwohl ich doch eigentlich mal verzichten wollte.
Wieso ich das will? Weil ich eigentlich überprüfen will, was es wirklich mit mir macht, wenn ich mal nicht auf die Social Media abhänge. Werde ich dann nervös? Fange ich an zu zittern? Kann ich mich dann nicht mehr konzentrieren? Wie hoch ist mein Drang doch in eine App zu gucken?
Wenn ich es schaffe, was mache ich dann mit meiner Zeit? Bin ich dann mehr draußen? Weniger am Handy? Also insgesamt weniger Bildschirmzeit?
Jetzt wage ich es doch.
Und notiere hier meine Gefühle und Erfahrungen:
So geht es mir nach 10 min
Ich fühle mich normal. Ich bin abgelenkt, weil ich diesen Text schreibe.
So geht es mir nach 1 h
Mir geht es gerade noch ganz gut.
So geht mir nach 3 h
Mir geht es noch gut.
So geht es mir nach 6 h
Mein Körper sagt, dass ich Instagram gucken möchte!
So geht es mir nach 12 h
Mir geht es eigentlich super…
So geht es mir nach 24 h
Ich halte das noch durch!!!
So geht es mir nach 36 h
Ich würde sagen, es geht mir super…
Das erwarte ich, wenn ich wieder in auf die Social Media Kanäle gucke:
Merke ich vielleicht, dass ich das gar nicht brauche und vielleicht Spaß an etwas anderem gefunden habe oder wird es eine riesengroße Erleichterung? Täglich verbringe ich im Durchschnitt 2 h auf Instagram. Ich scroll nur die Reels. Ich gucke zum Beispiel nach Rezepten oder auch einfach nach den neusten Trends. Manchmal setze ich diese Rezepte sogar um.
Brauche ich das wirklich?
Nach dem Selbstversuch:
Ich öffne das erste Mal nach 36 h einen Social Media Kanal. Ich habe die Reels geöffnet. Es ist tatsächlich keine riesengroße Erleichterung - Ich merke tatsächlich, dass ich Social Media vielleicht doch nicht so dringend brauche…was denkt ihr: Wie wäre es bei euch? Macht doch selber auch mal so ein Experiment!
Das obige Bild ist übrigens KI-generiert und zeigt mich selbst als Simpson.
Von LB
Herr Majowski - 16:45:57 | Kommentar hinzufügen
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